Zum Hauptinhalt springen
This article contains Amazon affiliate links. If you buy through these links, I earn a commission at no extra cost to you.

Vom Dorf zum Museum: Eine materielle und architektonische Erkundung

Eine architektonische Reise: Von Bangladesch nach Frankreich

Ich stamme ursprünglich aus Bangladesch, wo ich 26 Jahre lang hauptsächlich in einem Dorf innerhalb einer großen Familie gelebt habe. Von klein auf beobachtete ich mit Faszination die Gegenstände, Materialien, Kleidungsstile, Architektur und Lebensweisen um mich herum. Diese frühen Eindrücke haben meine künstlerische und kulturelle Sensibilität tief geprägt.

Die Entdeckung Frankreichs und seiner kulturellen Kontraste

Meine Ankunft in Frankreich brachte mich dazu, über die unterschiedlichen Bau- und Lebensweisen verschiedener Kulturen nachzudenken. So sind beispielsweise der Marmor und die Buntglasfenster, die ich hier in Frankreich entdeckte, in Bangladesch unbekannt, wo Erde häufig als Baumaterial verwendet wird. Dieser architektonische Kontrast wird auch in meinem Projekt zur Verbindung von Tradition und Moderne in Rennes untersucht. Ich habe kostbare Erinnerungen an mein Elternhaus, das aus Erde gebaut war. Kurz vor meiner Abreise nach Frankreich entschied meine Familie, es mit Ziegeln neu zu errichten. Diese kulturellen Unterschiede faszinieren mich, besonders beim Betrachten von Architektur. Das Erste, was mich in Europa sehr interessierte, war die Architektur – beeinflusst durch mein ländliches Lehmhaus, in dem ich meine gesamte Kindheit verbracht hatte.

Kaufen Sie Ihre Aquarellmaterialien auf Amazon

Bangladeschische Architektur: Ein reiches und fragiles Erbe

Die Architektur Bangladeschs ist reich, wie der Kantaji-Tempel in Dinajpur belegt, ein bedeutendes Bauwerk aus Terrakotta. Ein weiteres bemerkenswertes Beispiel dieses reichen Erbes ist das PK Sen Bhaban in Chittagong, ein architektonisches Juwel, das dringend der Erhaltung bedarf. Die Tür ist ein wesentlicher Teil der Architektur und symbolisiert Ein- und Ausgang. Eine Anekdote aus meinem Leben verbindet mich mit dieser Tür: Im Jahr 2017, während einer Reise von Chittagong (Südbangladesh) nach Thakurgaon, versuchte ich den Kantaji-Tempel zu besuchen, der 574 km weiter nördlich liegt. Leider war der Eingang wegen des verfallenen Zustands des Tempels und der Empfindlichkeit der Terrakotta gegenüber Feuchtigkeit gesperrt. Ich war traurig und dachte, dass der Tempel widerstandsfähiger gewesen wäre, wenn er aus Marmor oder einem beständigeren Material gebaut worden wäre.

Der Einfluss der französischen Architektur auf meine Kunst

Später fand ich Stücke von gebrochenem Marmorstein neben dem Malatelier der ISBA, auf denen ich mit Aquarellfarben und Markern zeichnete, inspiriert von der Mogul- und persischen Miniaturmalerei. Diese Arbeiten erinnerten mich an mein Dorfhaus und bereicherten meinen künstlerischen Ansatz, indem ich Materialien einbezog, die ich in Frankreich entdeckte.

Kaufen Sie Ihre Aquarellmaterialien auf Amazon

Meine Reise in Frankreich: Von der Entdeckung zur Inspiration

Mein erster Besuch in Frankreich war Ende März 2018. Ich verbrachte zwei Monate in Besançon, und das Gebäude des Kunstmuseums (Musée des Beaux-Arts de Besançon) interessierte mich besonders, obwohl es sich im Umbau befand und ich es nicht betreten konnte. Glücklicherweise hatte ich nach einigen Monaten die Gelegenheit, nach Frankreich zurückzukehren. Im November 2019 hatte ich schließlich die Möglichkeit, das Museum zu besuchen.

Diese Reise, von meinem Dorf bis zum Museum, ermöglichte es mir, die vielfältigen Formen und Materialien der Architektur zu sehen und zu schätzen, was mein Verständnis und meine Wertschätzung verschiedener Kulturen auf der ganzen Welt bereicherte. Ich habe eine besondere Sensibilität für Architektur, denn in Bangladesch wuchs ich in einem Lehmhaus auf, aber meine Familie entschied sich, es abzureißen, um ein neues Haus aus gebrannten Ziegeln zu bauen.

Architektonische Entwicklung und der Verlust des Kulturerbes

In Bangladesch bevorzugen die Menschen in diesem dicht besiedelten Land große moderne Gebäude, was zum Verlust unseres architektonischen Erbes führt. Diese schnelle und manchmal brutale Veränderung der Landschaften und traditionellen Lebensweisen veranlasst mich, diese Überlegungen in meine Kunst zu integrieren. In Frankreich habe ich nicht nur neue Materialien entdeckt, sondern auch eine neue Art, Raum und kulturelles Gedächtnis zu verstehen.

Kaufen Sie Ihre Aquarellmaterialien auf Amazon

Feiern und Bewahren des kulturellen Erbes

Durch meine Werke versuche ich, das kulturelle Erbe zu feiern und zu bewahren, während ich die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Kulturen erforsche. Meine Kunst wird zu einer Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Bangladesch und Frankreich, die es uns ermöglicht, den Reichtum und die Zerbrechlichkeit unseres jeweiligen Erbes zu hinterfragen und zu schätzen.

Indem ich meine künstlerische Praxis mit diesen Erfahrungen bereichere, strebe ich danach, eine neue Perspektive auf die Widerstandsfähigkeit und Schönheit architektonischer Traditionen anzubieten und dabei einen respektvollen und inspirierenden interkulturellen Dialog zu fördern.